Der Umgestaltung des Hotels Drumlerhof in Sand in Taufers lag ein doppelter Bedarf zugrunde: Die Küche benötigte zusätzliche Fläche, und die alte Stube, schlecht belichtet und von den Gästen weniger begehrt, entsprach nicht mehr den Anforderungen des Betriebs. Der Entwurf reagiert mit minimalen Eingriffen; der Bestand wird umfunktioniert und nur dort angepasst, wo die neue Nutzung es erfordert. Die räumliche Neuordnung leisten gezielt gesetzte Einbaumöbel aus astfreier Lärche, gebeizt im Grünton der Fassade und in einem Braunton, die die Gästeräume zonieren und zugleich miteinander verbinden; sie führen die bislang uneinheitlichen Räume zu einer gestalterischen Einheit zusammen. Im Speisesaal gliedern Raumteiler mit grün gefassten Rahmen und Riffelglas die Fläche in Nischen, ohne den Raum zu teilen; darüber läuft eine Tafelung mit indirekter Beleuchtung.
Im Foyer schaffen Sitznischen Rückzugsbereiche. Das Kaminzimmer, in dem die alten Deckenbalken und das gekalkte Bruchsteinmauerwerk erhalten bleiben, erhält mit einem neuen, zentral gesetzten offenen Kamin einen räumlichen Schwerpunkt. Ein begehbarer Weinschrank macht das umfangreiche Weinsortiment des Hauses sichtbar und wird Teil der Raumfolge.