Mitten im Ortskern von Lajen, auf einem Hanggrundstück zwischen Kindergarten, Kita und Spielwiese, war eine Feuerwehrhalle unterzubringen – ein Zweckbau mit Ausfahrten, Fahrzeughallen und Schlauchturm in einem von Kindern genutzten Umfeld. Der Entwurf löst diesen Konflikt im Schnitt: Das Gebäude ist parallel zu den Höhenschichten in das Gelände geschoben, sämtliche Funktionen liegen im Hang, und der Vorplatz ist aus der Topografie herausgeschnitten, gefasst von langen, schräg auslaufenden Mauern aus sandgestrahltem Sichtbeton.
Die Fahrzeughalle öffnet sich mit raumhohen, verglasten Falttüren unter einem tiefen Vordach zum Platz; das Glas bringt Tageslicht und Sichtbezug, ohne die Massivität des Baus aufzulösen. Dahinter liegen Lager, Werkstätten und Umkleiden; der Funkraum überblickt über ein Bandfenster Ausfahrten und Rangierplatz, Kommando- und Schulungsraum schließen unmittelbar an, wobei Letzterer über einen eigenen Zugang auch für externe Veranstaltungen nutzbar ist. Einziges vertikales Element ist der Schlauchturm, der in die Blickachse der Gasse zwischen den Häuserzeilen gesetzt ist.
Das begrünte Dach ist als Kinderspielplatz ausgebildet; die hochgezogene Dachkante dient als Absturzsicherung, und eine ebene Rampe entlang des Nassenwegs erschließt die Fläche barrierefrei. Die vom Bau beanspruchte Fläche wird dem Ort damit als Freiraum zurückgegeben.