Die Feuerwehrhalle von Zenoberg liegt auf rund 410 m in einem nach Südosten geneigten Weinberg orografisch rechts der Passer. Steile Topografie, eine enge Zufahrtsstraße, begrenzte Grundverfügbarkeit und die Frage der Geländestützmauern bildeten die Parameter der Formfindung. Der Bau ist bis auf seine Front zur Straße vollständig in den Hang eingeschnitten; die Reben wurden für die Bauarbeiten gerodet und auf dem Dach neu gepflanzt, sodass die ursprüngliche Topografie weitgehend wiederhergestellt ist und die Rebzeilen über die Halle hinweg fortlaufen. Die Stützmauer entlang der Straße bestimmt die Form des Gebäudes: Die bestehende Natursteinmauer wird bis an den Bau herangeführt, wo eine Sichtbetonscheibe ihre Funktion übernimmt, zur Fassade wird und das weit auskragende Vordach trägt. Darunter liegen die beiden verglasten Ausfahrten der Fahrzeughalle mit drei Stellplätzen sowie der Funkraum, der als Glaskörper aus der Fassade tritt und Ausfahrt, Rangierplatz und Straße überblickt. Verzinktes Stahlblech komplettiert die Fassadengestaltung.
Die vier Deckenfelder über der Halle folgen mit 12° Neigung dem Hang und tragen eine einen Meter starke Erdschicht für die Reben. Ein umlaufender Lüftungsschacht schützt den Bau vor Erdfeuchte und dient zugleich der Schlauchtrocknung; die beheizten Räume sind als thermisch getrennte Einbauten in die nur temperierte Halle gestellt.