Am nordöstlichen Ortsrand von Völlan war der Eingriff in die Landschaft bereits vollzogen, bevor die Planung einsetzte: Für öffentliche Infrastruktur war ein Bauplatz aus dem steilen Hang gebrochen worden, gefasst von einer hohen, den Ort dominierenden Stützmauer. Hinzu kamen ein schwieriger Parzellenzuschnitt, die Auffahrten zu den Nachbargrundstücken, zahlreiche geforderte Stellplätze und ein komplexes Raumprogramm für Recyclinghof, Bauhof, Feuerwehr und Veranstaltungsräume. Der Entwurf behandelt diese Bedingungen als Ausgangsmaterial der Form: Aus der Stützmauer und der Organisation der Freiflächen entwickelt sich ein kompakter Baukörper aus sandgestrahltem Sichtbeton, dem Porphyrzuschläge eine ortstypische Färbung geben.
Die Nutzungen sind nach der Häufigkeit ihres Gebrauchs gestaffelt. Vorne liegt der Recyclinghof unter einer weit auskragenden, an der Ecke gerundeten Platte mit 6,20 m lichter Höhe; bei Nichtbenutzung schließt ein großes Schiebetor den Hof. Dahinter und höher gelegen folgen die Fahrzeughalle der Feuerwehr und der Bauhof, deren Dach als Vorplatz und Parkplatz der Einsatzkräfte dient; darüber öffnen sich Schulungs- und Jugendraum mit großen Glasfronten nach Süden. Rampen und Zufahrten, bei einem solchen Programm meist Restflächen, werden zum bestimmenden Gestaltungsmittel, und die Innentreppe zeichnet die Rundung der äußeren Auffahrt nach. Die homogene Betonhülle fasst die unterschiedlichen Nutzungen zu einem Baukörper zusammen, in dem die einzelnen Bereiche dennoch ablesbar bleiben.